Praktikumsarbeit 2012 "Soziale Netzwerke"

Ein soziales Netzwerk ist eine auf dem Internet basierte Einrichtung, welche der Bildung, Pflege und Erweiterung sozialer Beziehungen dient. Hierbei erstellen private oder gewerbliche Nutzer Profile, die der Eigenpräsentation dienen. Es ermöglicht den Nutzern untereinander zu kommunizieren und Medien auszutauschen.

Lieber Besucher,

Die vorliegende Praktikumsarbeit entstand im Zeitraum vom 9. bis zum 18. Januar in der Firma ccwerbung in Soltau. Das Thema der Arbeit ergab sich aus der Anregung Frank Brockmanns und befasst sich mit sozialen Netzwerken.

Wir danken Frank Brockmann und dem gesamten Team für die Unterstützung, dass wir die Arbeit in der Firma anfertigen und auf dieser Internetseite veröffentlichen durften.

Die Praktikanten

Von der Idee zum Artikel

Gefahren und Chancen sozialer Netzwerke

I. Definition

Ein soziales Netzwerk ist eine auf dem Internet basierte Einrichtung, welche der Bildung, Pflege und Erweiterung sozialer Beziehungen dient. Hierbei erstellen private oder gewerbliche Nutzer Profile, die der Eigenrepräsentation dienen. Es ermöglicht den Nutzern untereinander zu kommunizieren und Medien auszutauschen.

II. Nutzung und Nutzerparteien

Grundsätzlich bestehen drei Nutzerparteien: private Nutzer (die den größten Anteil ausmachen), gewerbliche Nutzer (die soziale Netzwerke überwiegend als Plattform für günstige effektive Werbung nutzen) und den Betreibern des Netzwerkes (die von Werbeinserenten und selten von Mitgliedsbeiträgen profitieren). Diese Parteien können in Form von „Posts“ Neuigkeiten mit den ihnen bekannten Nutzern teilen oder ihnen private Nachrichten schicken.

III. Beispiele

Diese Tabelle stellt die beliebtesten sozialen Netzwerke im engen Sinne in Deutschland in den signifikantesten Merkmalen gegenüber:

  Facebook MySpace VZ-Netzwerke

Nutzer
(Stand: März 2011)

530 mio.
(steigend)

63 mio.
(sinkend)

13 mio.
(sinkend)

Sicherheit*

erhebliche Mängel
mangelhaft

erhebliche Mängel
mangelhaft

wenige Mängel
gut

Benutzer-
freundlichkeit**

mittelmäßig niedrig

mittelmäßig

* Stiftung Warentest 2010
** subjektive Bewertung der Autoren

IV. Vor- und Nachteile sozialer Netzwerke

Soziale Netzwerke haben viele Vor- und Nachteile für die verschiedenen Nutzerparteien. Eines der größten Vorteile für private Nutzer ist die schnelle, direkte Kommunikation mit anderen Nutzern. Außerdem wird diese schnelle Kommunikation durch Smartphones, die den Markt förmlich überrollen, mobil verfügbar. Weil heute so gut wie jeder Jugendliche Mitglied in einem oder mehreren sozialen Netzwerken ist, besteht für Nichtnutzer oftmals ein Gruppenzwang sich anzumelden, da man sonst nicht an Plänen der Anderen teilhaben kann und schnell in die Isolierung gerät. Das soziale Netzwerk ist eine Art Zuhause. Man kann sich selbst präsentieren, muss aber aufpassen, dass man nicht präsentiert wird. Der Nutzer sollte nicht zu viele persönliche Daten angeben um ungeliebten Zeitgenossen keine Chance zu geben. Außerdem sollte man nie außer Acht lassen, dass das Internet nie vergisst. Wer also in seiner Jugend Fotos von rauschenden Parties ins Internet lädt, dem kann es später in der Jobsuche zum Verhängnis werden, denn Arbeitgeber suchen mittlerweile gezielt in sozialen Netzwerken nach Neigungen der Bewerber.

Apropos gewerblicher Nutzer: Dieser kann im Netzwerk nicht nur schnell und unkompliziert kommunizieren, sondern auch werben. Durch die schnelle und großflächige Informationsverbreitung werden viele Menschen erreicht. Allerdings ist die Zahlungsbereitschaft gegenüber unbekannten Websites eher gering und der Werbeinserent sollte kreativ sein, was seine Werbung anbetrifft, denn der private Nutzer kann die Werbung, im Gegensatz zu herkömmlichen Werbemethoden, schnell dauerhaft reaktivieren.

Wen man allerdings nicht vergessen sollte, sind die Betreiber der sozialen Netzwerke. Denn für die steckt eine Menge Geld drin. Schaffen sie es, ein großes soziales Netzwerk aufzubauen, können sie mit der Werbung viel Geld verdienen.

Insgesamt sind soziale Netzwerke für alle Parteien sinnvoll, sollten aber in gesundem Maßstab genutzt werden.

  Private Nutzer Gewerbliche Nutzer Betreiber des Netzwerkes

Vorteile
  • schnelle, direkte Kommunikation mit anderen Nutzern (ein Vorteil in der privaten und Arbeitswelt)

  • Mobilität

  • Intensive Pflege und Erweiterung virtueller sozialer Kontakte

  • regt Nutzer an, virtuell generations-übergreifend zu kommunizieren
  • schnelle direkte Kommunikation

  • Zielgerichtete Werbung durch Analyse-Tools

  • „Schneeballeffekt“ bewirkt großflächige Verbreitung von Neuigkeiten
  • Chance auf große Gewinne im Falle der Gründung eines großen Netzwerkes

Nachteile
  • unpersönlich

  • ungenaue Kommunikation

  • Abhängigkeit (z.B. „Facebook-syndrome“)

  • Leichtgemachter Identitätsdiebstahl

  • eventuelle Verfehlungen eines Menschen sind auf Lebenszeit abrufbar

  • es entsteht ein „virtuelles Zerrbild“ des Menschen, das schwer zu korrigieren ist
  • Zahlungsbereitschaft im Internet allgemein geringer

  • „kalt“-Akquise hat hohe Streuverluste und reicht nicht mehr aus
  • Unternehmerrisiko

 

V. Werbung in sozialen Netzwerken

Durch die schnelle Verbreitung von Nachrichten und Information eignen sich soziale Netzwerke sehr gut für Werbung. Hierbei gibt es verschiedene Modelle:

Auf Xing, einem sozialen Netzwerk das seinen Fokus auf die gewerblichen Nutzer richtet, wurde am Anfang, als das Netzwerk noch klein war, sehr viel Akquise (als Akquise werden alle Maßnahmen der Kundengewinnung durch persönliche Verkaufsgespräche im Rahmen des Datenkaufes bezeichnet) betrieben. Im Laufe des Wachstumsprozesses des Netzwerkes wurde diese Art von Werbung jedoch immer weniger von Nutzern akzeptiert. Natürlich. Wer mag es schon, wenn soziale Kontakte nur zur Anwerbung für Produkte, die einen im größten Teil der Fälle nicht interessieren, geknüpft werden.

Auf Twitter, einer Plattform auf der es hauptsächlich ums „bloggen“ (auf Twitter „twittern“, zu Deutsch „zwitschern“) geht, darf Werbung auch nicht zu offensichtlich und anspruchslos „getwittert“ werden, denn hier bestimmen die Nutzer von wem die Bloggs empfangen werden. Das geht in den anderen sozialen Netzwerken zwar auch, doch nirgendwo ist ein „follow“ (eine Form des Abonnements auf Twitter) so schnell „unfollow“ wie auf Twitter. Also sollte jeder, der auf Twitter werben will, seine Werbung sehr klug gestalten. Das ist allerdings nicht nur ein Vorteil für die privaten Nutzer, denn durch diese Selektion erreicht die Werbung nur die richtige Zielgruppe.

Facebook befindet sich zur Zeit im Wandel. Immer mehr gewerbliche Nutzer stoßen hinzu. Die sind allerdings relativ strickt von privaten Nutzern getrennt. Und auch hier sind Abonnements, die hier durch den „gefällt mir“-Button abgeschlossen werden, innerhalb von Sekunden wieder aufgelöst. Das bewirkt eine ähnliche Selektion, wie bei Twitter. Jedoch werden hier diese Abonnements auf das eigene Profil verlinkt, was einen zusätzlichen Werbefaktor bei den Freunden der Abonnenten hat.

Im allgemeinen ist Werbung in sozialen Netzwerken sehr zu empfehlen. Informationen werden schnell verbreitet und erreichen viele Nutzer. Das gilt natürlich auch für Image-bezogene Werbung. Es muss allerdings beachtet werden, dass „kalt“-Akquise wenig bis kein Feedback findet und dass die Zahlungsbereitschaft auf unbekannten Websites geringer ist. Man sollte hier auf bekannte Vertriebswebsites (iTunes, Amazon, etc.), wo viele potenzielle Kunden bereits registriert sind, zurückgreifen.

VI. Bedeutung sozialer Netzwerke für menschliche Werte

Werte sind Vorstellungen und Ideale von uns Menschen, die von uns nicht erzwungen werden können. Zum Beispiel Freundschaft. Hier findet sich schon der erste Begriff, der in sozialen Netzwerken auf eine menschliche Wertevorstellung hinweist. Im realen Leben ist ein Freund eine Person, der man zugeneigt ist, mit der man sein Leben teilt, der einem Gefallen tut und dem man gerne selber Gefallen tut. Ein sehr wichtiger Mensch im Leben des Anderen. In sozialen Netzwerken steht das Wort „Freund" für eine Verknüpfung zu einem anderen Nutzerprofil. Man muss diesen Nutzer nicht kennen oder mögen, nur bei einer „Freundschafts“-Anfrage auf „annehmen“ klicken. So verliert das Wort „Freund“ unbemerkt an Bedeutung.

Die Privatsphäre in sozialen Netzwerken wird auch oft kontrovers diskutiert. Oft hört man Dinge wie „Soziale Netzwerke treten unsere Privatsphäre mit Füßen!“. Dabei ist es aber die eigene Verantwortung des Nutzers, welche Daten er von sich preisgibt und welche er für sich behält. Privatsphäre ist etwas, das man selbst bewahrt. Ist es nicht klar, dass man Medien, von denen man nicht möchte, dass jeder sie sieht, nicht der ganzen Welt zugänglich macht? So verlieren wir nicht unsere Privatsphäre. Im Gegenteil. Wir achten sogar immer mehr darauf. Lediglich der Grad von dem, was wir bereit sind mit der Welt zu teilen, verschiebt sich.

Was sich noch verschiebt, ist die Hemmschwelle, andere Menschen zu be- oder verurteilen. In sozialen Netzwerken lernt man Menschen nicht persönlich kennen. Man beschränkt sie auf das, was ihr Profil hergibt, ein virtuelles Zerrbild. Man gelangt in der Diskussion mit anderen Nutzern schnell auf eine Ebene, die man im realen Leben niemals beschreiten würde. So werden Diskussionen in sozialen Netzwerken über Politiker oft extrem emotional gefärbt und der Einzelne hat kaum eine Chance, Ungerechtigkeiten geradezurücken.

Aus dieser niedrigeren Hemmschwelle resultiert auch, dass Menschen, die im realen Leben nicht mobben, im Internet zu Mobbern werden. Hiermit verknüpfen kann man auch, dass wir nur zu 10% linguistisch kommunizieren. Der Rest unserer Kommunikation ist non-verbal und wird somit aus der Kommunikation in sozialen Netzwerken herausgefiltert. Es kommt oft zu Missverständnissen. Trotzdem verlagert sich mittlerweile ein großer Teil unserer Kommunikation auf soziale Netzwerke.

Auch alte Menschen treten dank neuer Geräte, die es ihnen erleichtern, immer häufiger sozialen Netzwerken bei. Für sie ein komplett neues Gefühl. Früher war jemand, der 2000 km entfernt wohnte, nunmal 2000 km weit weg und Kommunikation war schwer und teuer. Heute kann man einfach per Internet günstig kommunizieren. Soziale Netzwerke lassen unsere Welt also weiter schrumpfen und unser Gefühl für Entfernung geht verloren, was aber keine schlechte Sache ist.

VII. Fazit

Soziale Netzwerke sind definitiv ein Fortschritt. Wenn wir uns die Vor- und Nachteile mal anschauen, können wir daraus schließen, dass sie, in angemessendem Maße und mit Bedacht verwendet, als leistungsstarkes Werkzeug für Marketing, Verbreitung von Informationen und Kommunikation dem Menschen dienen. Folgendes sollte beachtet werden:

  • Nur persönliche Daten angeben, bei denen es einem auch nichts ausmachen würde, sie seinem größten Feind anzuvertrauen
  • Ein sicheres Passwort mit Zahlen und Buchstaben verwenden und es regelmäßig ändern
  • Sich im sozialen Netzwerk genauso wie im echten Leben verhalten
  • Regelmäßig seine Sicherheitseinstellungen überprüfen
  • Als gewerblicher Nutzer keine „kalt“-Akquise verwenden und ehrlich kommunizieren

Wenn sie diesen Punkten Beachtung schenken, steht der Nutzung sozialer Netzwerke nichts mehr im Wege.

Alle Inhalte wurden von den Autoren Denise Markx, Christina Mielke und Luca Marongiu im Zuge des Praktikumsprojekts nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und stellen teilweise deren subjektive Meinung und Empfinden da. Die Autoren übernehmen für die Richtigkeit der dargestellten Inhalte keine Verantwortung.

Die Autoren

Unser Praktikum - Eine persönliche Zusammenfassung

Als wir unseren Auftrag bekamen waren wir, ehrlich gesagt, nicht gerade begeistert. Wir konnten uns einfach nicht vorstellen, dass wir das Ergebnis auf einen Umfang von zwei Wochen ausweiten könnten. Außerdem entsprach es nicht unseren Vorstellungen in einer Werbeagentur eine Redakteursarbeit über soziale Netzwerke zu erarbeiten. Uns fehlte der Zusammenhang zu unserer Vorstellung einer Werbeagentur.

Nun gut. Wir machten uns also erstmal an das Brainstorming und nach einer guten Stunde erschien uns ein „Licht am Ende des Tunnels“. Langsam aber sicher bekamen wir eine Gliederung auf die Beine. Wir bekamen eine Vorstellung davon, wie wir die Aufgabe bearbeiten konnten. Im Team war das Nachdenken um einiges einfacher. Wir halfen uns gegenseitig auf die Sprünge, wenn der Andere eine Idee hatte, die nicht richtig ausgearbeitet war. So sponnen wir gegenseitig unsere Ideen weiter. Nachdem wir nun eine halbwegs endgültige Gliederung ausgearbeitet hatten, beschafften wir uns Informationen, passten sie auf unsere Gliederung und formulierten die Texte aus. Eine konzentrations-forderne Arbeit, die uns allerdings auch auf die Dauer Sicherheit in der Textarbeit gab. Die Planung unserer Internetpräsentation war schon eher „nach unserer Mütze“. Etwas Kreatives. Deswegen waren wir hier. Schnell stellte sich heraus, dass mit mit der Kreativität allerdings auch kluge Planung einherging. Die Strukturierung unserer Arbeit zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Praktikumszeit. Eine Struktur ist Vorraussetzung. Sie hilft, nicht den Faden zu verlieren, den richtigen Umfang für ein Projekt zu wählen und letztlich konzentriert auf sein Ziel hin zu arbeiten. Als wir dann unser Projekt auf der Internetseite umsetzten, wurde unsere Konzentrationsfähigkeit erneut auf eine harte Probe gestellt. Es galt alle kleinen Fehler zu beseitigen, die man schnell übersieht. Nach mehrfacher Überarbeitung und wiederholten Tipps und Verbesserungen vom Team, hatten wir schließlich die fertige Version und waren stolz auf unser Ergebnis.

Wir hätten im Vorraus niemals gedacht, dass sich diese Firma ccwerbung solch großen Betätigunsfeld widmet. Unser Praktikum lehrte uns sauberer und  konzentrierter zu arbeiten und immer im Vorraus logisch zu denken. Es ließ uns ein wenig von der Mentalität einfangen, die in der Arbeitswelt vorherrscht.

Ob wir uns das als Beruf vorstellen könnten?

Ja und Nein. Einerseits gefiel es uns in den kreativen Prozess der Seitengestaltung eingebunden zu werden, andererseits hätten wir nicht gedacht, dass die technische Umsetzung so kompliziert ist. Allerdings fehlte uns auch die Erfahrung, sodass wir bei der Umsetzung über den kleinsten Schritt explizit nachdenken mussten. Insgesamt jedoch ein interessanter Beruf.

Ob wir den Praktikumsplatz weiterempfehlen können?

Wir waren jetzt nicht gerade nur Kaffee holen. Wir hatten unsere Aufgabe, die wir auch realisieren mussten. Wer also in seinem Praktikum auf Erholung aus ist, wird hier wohl kaum seinen Seelenfrieden finden. Dafür wird man hier nicht für doof abgestempelt und mit Beschäftigungsaufgaben beauftragt. Man kann viel mitnehmen, wenn man engagiert ist. Wir können den Praktikumsplatz bei ccwerbung weiterempfehlen. Und das sagen wir nicht nur weil wir uns einschleimen wollen, nein, sondern auch weil es unserer Meinung entspricht.

Zu der persönlichen Zusammenfassung von Christina und Luca hat Denise noch eine kleine Karikatur gezeichnet. Sie verdeutlicht den Prozess der Erweiterung unseres Horizontes aus dem grauen Kokon des Schulalltags in eine Übersicht, wie das Berufsleben ungefähr aussieht.

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